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Militär - Husaren
Die Husaren dienten dem Ansbacher Markgrafen als Leibwache, eskortierten ihn bei Reisen über Land, hatten Depeschen von Ort zu Ort zu bringen und bildeten eine eigenständige Einheit bei den Haustruppen.

Husaren In Friedenszeiten hatten die 1732 gegründeten Ansbacher Husaren die Aufgaben der berittenen Gendarmerie. Sie ritten Patrouillen auf Landstraßen, begleiteten wertvolle Transporte, inhaftierten Deserteure und machten Jagd auf Diebe und Mordbrenner. Stationiert waren die Ansbacher Husaren in Ansbach, Bayreuth, Schwaningen, Neustadt/Aisch und Gunzenhausen. Nach der Eingliederung Ansbachs in den preußischen Staat wurde aus den Ansbacher Husaren das 11. Preußische Husarenregiment. Dabei änderte sich auch die Farbe der Uniform. Im 11. Regiment trugen die Husaren weiße Hosen, einen gelben Dolman und einen grünen Pelz.

Die Husaren-Uniform ist eine Weiterentwicklung der ungarischen Tracht. Die Kleidung bestand aus einer Jacke (Dolman), dem Pelz (Überjacke) und einer knöchellangen Hose, die entweder die gleiche Farbe wie Pelz und Dolman hatte oder weiß war. Die Schärpe bestand aus fünf wollenen Schnüren, die durch sogenannte „Knöpfe“ , kleine mit Garn fest umflochtene Holzwalzen, gebündelt wurden. Die Schnüre wurden zu einem Strang zusammengefasst, der bis zu viermal um den Leib geschlungen wurde, die Windungen übereinander, worauf die „Knöpfe" nach einem bestimmten Muster zurechtgerückt wurden. Der Pelz (mit weißem Schafsfell gefüttert) diente als Hiebschutz für die linke Körperseite.

Über die Hose wurden sogenannte „Schalavary“ (Beinlinge) gezogen, welche aber mit der Zeit abgeschafft wurden. Die Stiefel reichten nur bis über die Waden.

Husaren Als Kopfbedeckung diente eine kegelstumpfartige „Flügelmütze“. Der „Flügel“ war ein langes, um den Kegelstumpf gewickeltes Tuch, dessen Ränder beim Offizier mit einer Silberborte eingefasst waren. Die Flügelmütze des Unteroffiziers trug eine schwarze Borte. Am Flügelende befand sich eine kleine Quaste.

Die Säbeltasche war aus Leder und reich verziert. Auf dem Deckel der Säbeltasche befanden sich das Wappen oder die Initialen des Markgrafen, dem die Husaren unterstanden. Der Husar trug keine Schutzwaffen, war dafür aber mit einem kräftigen Säbel als Hauptwaffe ausgerüstet, außerdem trug er einen Karabiner und am Sattel befestigte Pistolen.

Die leichte Reiterei war nach ungarischem Vorbild aufgestellt worden. Sie sollte den Marsch und das Lager der eigenen Armee decken, Truppenbewegungen des Feindes melden, Hinterhalte ausheben und vieles mehr. Während einer Schlacht oblag den Husaren die Vorhut und die Verfolgung des Feindes.

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